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Berlin Fashion Week A/W ’16

22. January 2016

Hallo meine Lieben, so schnell geht’s, meine erste Fashion Week in Berlin ist auch schon wieder rum! #backtoreality Wieso, weshalb, warum ich überhaupt auf Fashion Week war und was ich da die ganze Zeit gemacht habe erfahrt ihr jetzt. Zunächst einmal: Ja ich bin völlig erledigt, die Füße tun weh vom Rücken garnicht zu reden, es war unglaublich kalt und stressig ABER ich würde mich nie darüber beschweren was die Fashion Week alles an körperlichen Wehwehchen mitbringt, immerhin erlebt man im Gegenzug dafür wirklich unglaublich viel. Okay, zugegeben eventuell ist ein paar mal der Satz gefallen “Es ist sooo kalt ich glaube ich sterbe”, trotzdem hätte ich nie gegen etwas anderes tauschen wollen und würde es sofort wieder machen!  Man muss sich einfach bewusst sein was für eine Chance man mit einer Einladung zu all den tollen Events bekommen hat. Ich denke zur Zeit gibt es genug Blogbeiträge die sich mit dem Thema der nörgelnden Fashion WeekbesucherInnen beschäftigen, weshalb ich  jetzt mal damit anfangen will, euch von meinen ganz persönlichen Eindrücken der Berliner Fashion Week zu erzählen, die durchaus ziemlich positiv sind!

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Angefangen hat das Abenteuer “Berlin Fashion Week” schon Montag Nachts, um genau zu sein um 00:40. An sich nicht besonders schlimm für eine Nachteule wie mich. Nachdem ich den Tag über allerdings noch ziemlich Stress mit der Uni hatte, war ich über die späte Abfahrt garnicht mehr so froh. Mein Grundgedanke ist allerdings halbwegs aufgegangen: Nachtfahrt und Ich, die wirklich überall schlafen kann, ist gleich ein entspannter Start in die Fashion Week. So der Plan. Leider war wohl im Bus die Heizung kaputt und bei minus 10 Grad wird es da leider schon mal ziemlich kalt. An Schlafen war also mehr oder weniger nicht zu denken, eingewickelt in zwei Mäntel und Mütze (!) bin ich dann doch irgendwann eingeschlafen, um dann leider von einem freundlichen Polizisten aus dem Schlaf gerissen zu werden: Personenkontrolle, nachts um 3. Die restliche Fahrt, die übrigens 10 Stunden gedauert hat, verlief dann glücklicherweise ziemlich entspannt und ich kam doch noch zu ein wenig Schlaf. In Berlin wurde ich von klirrender Kälte, allerdings auch strahlendem Sonnenschein und herzlichen Menschen empfangen die mich durch die Wirren des Nahverkehrs gelotst haben! Es ging dann schnell zum Check-In im Hotel das in der Nähe der Schönhauserallee gelegen war, was wie ich finde ein super Ausgangspunkt ist und dann weiter auf zwei der zahlreichen Messen.

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Nachdem die Seek und die Bright direkt neben einander gelegen sind und ich erstmal ein wenig die Lage sondieren wollte, bin ich erstmal auf diese zwei relativ kleinen Messen gefahren, bei denen “Berlin’s most progressive contemporary fashion” vorgestellt wurde. Auf gut Deutsch heißt das, dass urbane Mode für die junge Generation vorgestellt wird. Sowohl die Presse als auch Einkäufer oder eben all jene die an eine Akkreditierung gekommen sind können solche Trade Shows besuchen. Als Blogger macht man das zum einen um neue Marken zu entdecken und um zu sehen was in der nächsten Saison so geboten ist, zum Anderen aber auch um Kontakte zu knüpfen und neue Kooperationspartner zu finden. Bright und Seek waren nicht hundert prozentig mein Geschmack. Nicht weil die Messen nicht toll gestaltet waren, sondern weil die Labels vor Ort einfach nicht ganz meinen Stil getroffen haben. Ein bisschen zu lässig und urban für meinen Geschmack. Heißt: Schnallenrucksäcke, massenhaft Turnschuhe, Hoodies und laut Vickie sogar Skateboarder die über brennende Tonnen gesprungen sind (da hab ich wohl was verpasst!).

BERLIN, GERMANY - JANUARY 19: A model walks the runway at the Marcel Ostertag show during the Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2016 at Heeresbaeckerei on January 19, 2016 in Berlin, Germany. (Photo by Clemens Bilan/Getty Images for Marcel Ostertag)

Trotzdem war es ein netter Zeitvertreib, bevors für mich zur Marcel Ostertag Show ging. Die Location war eine alte Lagerhalle, die wie ich finde einfach perfekt war. Die Kollektion stand unter dem Motto “Rain” und hat mir noch besser gefallen als “Lava” die ich ja schon im Sofitel sehen durfte! Dominiert hat ein dunkles Rot, viele fließende Stoffe mit transparenten Einsätze, Pailletten und rossgoldenen Schnallen sowie verschiedenste Blauschattierungen. Ich muss sagen, dass mir wirklich nicht oft so viel aus einer Kollektion gefällt, aber Marcel hat sich mit seiner ersten Kollektion die auch auf der New York Fashion Week gezeigt wird, wirklich nochmal selbst übertroffen. Favoriten wie immer die Mäntel und Kleider!!

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BERLIN, GERMANY - JANUARY 19: Fashion designer Marcel Ostertag attends his show during the Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2016 at Heeresbaeckerei on January 19, 2016 in Berlin, Germany. (Photo by Clemens Bilan/Getty Images for Marcel Ostertag) *** Local Caption *** Marcel Ostertag

Ich war natürlich nicht allein unterwegs, an meiner Seite diesen Abend war die liebe Josie die ich schon aus Schultagen kenne und mit mir an dem Abend noch Berlin unsicher gemacht hat. Das schöne an der Location war nämlich auch, dass man nach der Show noch eine ganze Weile entspannt bleiben konnte und den ein oder anderen Sekt trinken konnte, bevor es dann los ins Nachtleben ging. Wir sind mit einem Teil der Marcel Ostertag ins Prince Charles zur Lee Party gezogen, wo sich schon um viertel nach 10 eine reisen Menschenschlange gebildet hatte. Als wir dann aber mal drin waren, wars super! Wunderschöne Bar, gute Drinks und unglaublich viele nette Menschen die auch noch alle jede Menge coole Stories zu erzählen hatten! Gegenüber München muss ich leider schweren Herzens zugeben, das Feiern in Berlin schon irgendwie ein wenig lässiger ist! Vor allem deshalb, weil man um 3 in der Früh noch mit dem Bus nach Hause fahren kann und kein Vermögen für ein Taxi ausgeben muss.

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Am Mittwoch hatte ich zum Glück erst am späten Morgen einen “Termin”. Gut von Termin kann nicht wirklich die Rede sein, es war eher ein gemütliches Get-Together organisiert vom Hashmag Magazin. Die Bloggerlounge bot so ziemlich alles was man sich wünschen kann: Kaffee, Donuts, asiatisches Essen und eine menge Spielereien. Vom Tätowierer, über Rollschuhe bis hin zum eigen gestalteten Daumenkino war alles geboten! Ich hab die Zeit mit meinen zwei Mädels Esra (der ich auch die tollen Fotos von Rebekka Ruetz zu verdanken habe!) und Vickie wirklich sehr genossen 🙂

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Nach einem entspannten Mittagessen ging es dann zu Rebekka Ruetz ins große Fashionweek Zelt. Ich konnte mir davor ehrlich gesagt ganicht richtig vorstellen wie das da drin so aussieht, deshalb für euch ein kurzer Rundgang durchs Zelt! Am Eingang werden die Taschen durchsucht, aber noch nicht die Karten gecheckt, ideal also für all diejenigen die drinnen vor der Sponsorenwand einen Promi für ein Selfie abfangen wollen. 

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Ich hab gehört, dass es wohl immer mal wieder passiert, das eine Fashionshow noch Plätze frei hat und man somit auch ohne persönliche Einladung die ein oder andere Show sehen kann! Für uns “Normalos” geht’s dann hinter den Kameras vorbei durch die Kartenkontrolle während die Promis auf dem roten Teppich posen. Und dann steht man eigentlich schon mitten im Zelt! Es gibt Stände aller Sponsoren, so kann man sich bei Maybeline zum Beispiel schminken lassen während es bei Jules Mumm wer hätte es gedacht Sekt gibt! Auf einer großen Leinwand werden Videoausschnitte vergangener Shows abgespielt, man trinkt Sekt und wartet auf den Einlass. Wenn man keinen zugewiesenen Platz hat sondern “Freie Platzwahl” muss man schnell sein um einen guten Platz im freien Bereich zu bekommen. Wir hatten danke Vickie Karten für die zweite Reihe und hatten somit beste Sicht auf die schönen Entwürfe! In ihrer Kollektion hat Rebekka Ruetz Bezug auf ihre österreichische Heimat Tirol genommen. Die Models trugen  zu den Entwürfen wunderschöne locker geflochtene, französische Zöpfe. Die fließenden Stoffe waren mit verschneiten Landschaften, Bergketten und Schindeln bedruckt. Die Looks waren vielfach aus dicken Stoffen wie Wolle, Filz und Jacquard. Die Hommage an ihre Heimat war wirklich nicht zu übersehen. Es hat mich gefreut, dass ebenso wie bei Marcel Ostertag viele weibliche Schnitte dabei waren die die Taille betonen und locker fallen.

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Nach der Show wollten wir noch mal kurz zurück zur Blogger Lounge bevor es dann für mich zu Isabel Vollrath gegangen wäre, wir haben uns dabei aber so verlaufen/verfahren, dass ich es nicht mehr rechtzeitig zur Show geschafft habe und wir den Abend erst in der Lounge ausklingen haben lassen bevor es für mich ins Bikini Berlin zur LNFA Party ging. Lang haben Josie und ich es aber nach der letzten Nacht un dem Trubel des Tages nicht ausgehalten also gings nach einem Drink schon wieder nach Hause. Falls ihr aus oder mal in Berlin seid kann ich euch das Bikini Berlin allgemein empfehlen, sehr coole Shop-Designs und Label!

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Ich hatte gerade meinen Laptop ausgemacht als mir eingefallen ist, das ich ja noch immer nicht weiß wie ich nach Hause kommen soll. Typisch alles andere am Laptop gemacht nur das nicht was ich eigentlich wollte. Aber wie ihr wisst bin ich schon wieder daheim, also hab ichs doch noch hinbekommen 😉 Gestern war dann auch wirklich entspannt, meinen Koffer und drei Taschen zur Messe zu transportieren war zwar garnicht einfach, aber die Panorama, eine weitere tolle Messe bei der ich mich wirklich ärgere, dass ich nur noch zwei der neun Hallen gesehen habe war fast neben dem ZOB, also hab ich da meine Zeit bis zu Abfahrt verbracht!

Mein persönliches Resümee: Der “Stress” ist es auf jeden Fall wert, auch ohne Goodiebags und kostenlose Donuts würde ich jeder Zeit wieder die Reise nach Berlin machen! Die Magie der Fashion Week und ein paar neue Freundinnen nehme ich auf jeden Fall mit nach Hause und das ist doch das worauf es ankommt!

Sooo Entschuldigung für meinen Roman! Aber nachdem man als Blogger ja auch ein wenig journalistische Arbeit übernehmen sollte und die Fashion Week ja auch für mich etwas ganz Neues und Aufregendes war wollte ich einfach Alles mit euch teilen 🙂

LOVE

Copyright © 2016 Did You Know GmbH, Esra Eren & Ich

4 Comments

  • Esra 24. January 2016 at 12:52 PM

    Hin Süße, schöner Bericht! Fleißig fleißig 😀 Meiner (der erste) ist auch schon online 🙂
    War cool mit dir!! <3
    lg
    Esra

  • Vickie 31. January 2016 at 9:32 AM

    Liebes,

    OH GOTT – dieses fiese Wir-haben-schon-Sekt-intus-Bild… :,D

    Toller Bericht, ich hab ihn gerne gelesen! Und falls du im Sommer wieder komst (da ist es schließlich nicht so kalt) können wir ja mal zur PREMIUM Messe gehen, da gibt’s mehr Glamour Fashion als Streetstylekram 😉

    Viele Liebe Grüße aus Berlin! xx

    • dressy_ever_after 3. March 2016 at 5:13 PM

      Hahaha soo schlimm ist es nun auch wieder nicht 🙂 Man sieht auf jeden Fall, dass wir eine tolle Zeit mit einander hatten 😉
      Wünsch dir viel Spaß in London du Fiesling 😀
      Glamour Fashion klingt genau nach meinem Geschmack 😛
      Komm bald mal wieder hier zu uns :*

  • Neutral Lace - fashionable Outfit | Dressy Ever After 24. February 2016 at 8:07 PM

    […] in Frage und meine kuschelige Fake Fur Weste die wirklich ziemlich warm hält und auch auf der Fashionweek (da allerdings in schwarz) mein ständiger Begleiter war! Ganz verliebt bin ich in meine neue […]

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